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Biografie


So fing alles an | Actionconcept

So fing alles an.

Im Juli 1965 in Schwabmünchen geboren und in der Fuggerstadt Augsburg aufgewachsen. Nach dem erfolgreichen Abschluss der Hauptschule ging es ab in das Arbeitsleben. Ich wusste, dass ich unbedingt einen Job haben wollte, bei dem ich draußen arbeiten konnte. Durch die familiären Verbindungen bin ich beim Walterbau gelandet und habe eine Lehre als Stahlbetonbauer absolviert.

Schnell war für mich klar: DAS ist nicht deine Zukunft. Nach zwei Jahren als Geselle und durch Dinge, die im Leben nun mal passieren, wenn man es zulässt, kam die erste Veränderung. Zur vollkommenen Überraschung meines ganzen Umfeldes wurde ich ....

Die erste Veränderung: Vermögensberater.

Das hat mich viel über Menschen gelehrt und war eine schöne Zeit mit vielen Erlebnissen, die mich in meinem weiteren Leben geprägt haben. Nach Aufbau einer erfolgreichen Geschäftstelle und einem Team von dreißig Mitarbeitern habe ich die Vermögensberatung nach sechs Jahren verlassen.

Die zweite Veränderung

Nach den vielen Jahren im Anzug und Krawatte musste ich mich bewegen und raus in die weite Welt. Ich gründete mein eigenes Reiseunternehmen, das auf Mountainbike reisen, Touren, Kurse, Rafting und Trekking spezialisiert war, und die Bikeshowtruppe Hill Hoppers. So kamen so richtig schöne Jahre in der Natur zusammen. 10.000km im Jahr mit dem Mountainbike durch die Berge radeln. Deutschland, Italien, Frankreich, Spanien, Korsika, Russland. Unendlich viele Shows mit dem Bike auf zahlreichen Veranstaltungen. Eröffnung eines Ausrüstungsladen mit einem zweiten Reisebüro. Gleichzeitig entstanden auch einige Kurzfilme die ich zur Vermarktung und Darstellung der Reisen auf Messen einsetzte. Die Organisation von Europas größtem Bike Festival am Gardasee und ein Camp in Südfrankreich über die Sommermonate waren die schönsten Highlights.

Die größte Veränderung

Ich saß zuhause und sah auf DSF die Sendung „Stuntteam“. Mit der Idee, mit dem Bike vielleicht ein paar Stunts zu machen, schickte ich meine Bewerbung ab. Alle meine Freunde sagten damals „na jetzt hast du für dich ja endlich das richtige gefunden“. Ich wusste gar nicht, was und wie sie das meinten - aber sie hatten Recht.



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April 1994. Action Concept.

Mein Leben beim Film

Ich war immer noch der Reiseveranstalter, doch die Jobs bei der anfangs kleinen Stuntfirma Action Concept wurden immer mehr und mehr. Für Action Concept gab es die Chance den Pilotfilm für Cobra 11 in Berlin zu drehen und das war auch meine Chance.

Trotz meiner Firma mit mehreren Angestellten ging ich nach Berlin. Wir bezogen dort alle ein kleines Haus direkt neben einem alten 3,5 km langen Autobahnstück im Wald und drehten dort den Pilotfilm von Cobra 11 und einige Folgen.

Das Gefühl Dinge zu tun die man normalerweise nicht tun darf, sei es mit einem Wagen in eine Kreuzung zu schleudern, an einem Riesenrad hochzuklettern, mit Inlinern in einen Bus zu springen oder an einem Helikopter außen auf den Kufen zu stehen, was dir das unbeschreibliche Gefühl von Freiheit gibt, übte eine gewisse Faszination auf mich aus.

Nun sammelte ich viel Erfahrung und lernte mich selber richtig gut kennen. Was kann ich, was kann ich nicht. Man muss lernen zu sich zu stehen sonst geht es früher oder später schief. Denn es gibt keine kleinen Stuntnummern ohne genaue Analyse des Stunts und Vorbereitung besteht immer eine Gefahr sich zu verletzen.

Nach dem Großen Erfolg von Cobra 11, der ersten Actionserie im deutschen Fernsehen, brauchte Hermann (Joha) ein festes Team. Ich beschloss meine Firma aufzugeben und fest in das Team einzusteigen.

Ich wollte mehr Verantwortung übernehmen und als Stuntkoordinator ein Team führen und mit ihm die Aufgaben und Anforderungen in den Drehbüchern und Vorstellungen zu Realisieren.

Stunts zu entwickeln und die Verantwortung für die Stuntleute zu übernehmen war eine verantwortungsvolle Aufgabe und hat nebenbei auch immer viel Spaß gemacht.

Gekrönt wurde meine Arbeit als Koordinator 2003 in LA für einen Stunt für "Die Wilden Engel" (produziert von Action Concept für RTL). In den Paramount Studios erhielt ich als erster Europäer den Taurus für die Koordination in einem Ausländischen Film.

Selber Geschichten zu erzählen ist das größte Geschenk das man bekommen kann. Da kann man mal alles das erzählen was man gerne tun würde oder wollte ohne mit den Konsequenzen leben zu müssen. Ich will Action Filme machen, das ist meine Welt, aber nicht mit Storys über Gewalt, Drogen, Mord usw. sondern über das Leben. Das ist spannend genug.